Berichte - Rhein - Die erfolgreichsten Montagen

Im folgenden möchte ich euch noch detailliert die Montagen erklären die wir in dieser Angelsaison am Rhein eingesetzt haben. Jedes System hat seine klaren Vorteile aufgezeigt zu bestimmten Jahreszeiten und der sich hieraus ergebenden Angelsituation. Ein universell einsetzbares Rig gibt es einfach nicht.

BLACK CAT DEAD FLOAT SYSTEM

Dieses System ermöglicht eine sehr natürliche Präsentation des Köderfisches unter Wasser. Ein Schwachpunkt in der Vergangenheit, der ein normales U-Posen System in Verbindung mit dem toten Köderfisch uns vom Black Cat Team lange Zeit ein Dorn im Auge war ist das der Köderlauf rotierenden erscheint, somit unnatürlich wirkt und über eine gewisse Zeit das Vorfach aufdrallt. Der Einsatz von Geflechtvorfächern kommt somit nicht in Frage.
Fast zwei Jahre Entwicklungszeit und tagelange Tests sind in die Entwicklung des Dead Float Systems eingegangen. Immer wieder flossen neue Ideen ein und mit vielen dieser Ideen wurde unser aller Fangerfolg verbessert. Eine deutlichere Bestätigung der Praxistauglichkeit als Fangerfolg gibt es nicht. Zwischenzeitlich ist dieses System für jeden interessierten Welsangler käuflich beim Angelgerätehändler zu erwerben und sofort einsetzbar.
Das Herzstück der gesamten Montage ist die namensgebende Dead Float, ein spezieller Auftriebskörper der mit zwei robusten und flexiblen Drahtklammern dem Köderfisch schnell und einfach auf den Rücken fixiert wird. Eine Einkerbung in der Pose unterstützt die perfekte Passgenauigkeit am Fischkörper. Im inneren dieses Auftriebskörpers läuft unsere Vorfachschnur aus Geflecht oder Monomaterial. Die Float wird auf der Montage mittig angebracht zwischen dem Drilling oder Zwillingshaken, der Sitz hinter der Rückenflosse findet, und dem im Fischmaul angebrachten Führungseinzelhaken. Der restliche Aufbau des Vorfaches ist identisch einer üblichen U-Posen Montage und wird auch genauso eingesetzt. Es ist aber zu empfehlen anstelle einer auf dem Vorfach vorgeschalteten gewöhnlichen U-Pose, eine Propeller U-Pose zu verwenden. Die Propeller U-Pose zeigte in den vergangenen Jahren bessere Fangaussichten erstmalig unter Verwendung von Tauwurm oder Calamaribündeln. Unter Wasser dreht sich die Pose mit ihren robusten Flügeln schnell um die eigene Achse und erzeugt ähnlich wie ein Spinnerbait, zusätzliche Aufmerksamkeit auf unseren Köder durch die erzeugten Wasserverwirbelungen die vorallem sattgefressene Welse zu einem Anbiss reizen.
Wir konnten die besten Erfolge mit diesem System, nach den durch ein Hochwasser ausgelösten großen Fressorgien der Welse bei schnell fallenden Wasserständen, am Übergang zwischen dem Hauptstrom und den überfluteten Gebieten machen. Das Black Cat Dead Float System ist genau dann für den Fang von inaktiven und verdauenden Welsen durch seine provozierend Auffälligkeit im noch angetrübten Wasser am erfolgreichsten einsetzbar.

Dr. Death System


Im Gegensatz zum Dead Float System wird bei dieser Montage der Auftriebskörper im Inneren des Köderfisches versteckt. Dazu schneiden wir mit einer Schere unseren Köder vom Waidloch zum Kopf einige Zentimeter auf, entfernen die Innereien und setzen den Auftriebskörper ein. Anschließend nähen wir mit einer Ködernadel und dünner Geflechtschnur wieder zu. Das ist wichtig damit der Köderfisch seine Stromlinienform behält und durch den Strömingsdruck nicht zu flattern beginnt. Dieses makaber erscheinende Vorgehen brachte uns auf den Namen "Dr.Death".

Die Montage ist in zwei Teile aufgebaut. Der untere Teil besteht aus einer der Köderfischlänge angepassten starken Geflechtschnur an deren unteren Enden ein Drilling oder Zwillingshaken angebunden ist. Dieser Haken wird im Schwarzwurzelbereich des Köders angebracht. Danach folgt der Auftriebskörper der im Fischkörper eingenäht wird. Am oberen Ende dieses Vorfachteiles, binden wir eine Schlaufe die aus dem Maul des Köderfisches geführt wird. Die Schlaufe ist notwendig um das zweiteilige System einfach miteinander verbinden zu können.
Der Hauptteil der Montage besteht aus einem monofilen Vorfach, auf dieses eine handelsübliche U-Pose gefädelt wird. Ähnlich einer Haarmontage wird das Monofil nach dem Einzelhaken noch fünf Zentimeter überstehend durchgebunden. Auf diesem Stück bringen wir mit zwei Stoppergummis ein kleines Front Zone Blei an. Danach knoten oder crimpen wir einen stabilen Karabinerwirbel in dieses überstehende Ende. Nun können wir die Montage verbinden indem die Schlaufe des unteren bekörderten Teiles in den Karabiner eingelegt wird. Zuletzt bringen wir den Einzelhaken im Köderfischmaul an und einsatzbereit ist das System.

Das hört sich jetzt deutlich aufwändiger und komplizierter an als es wirklich ist. Das System ist eine multifunktionale und schnelle Sache. Der obere Hauptteil der Montage muss nie verändert werden, egal welche Köderfischgrößen verwendet werden. Die Anpassung geschieht immer nur mit dem unteren Teil.
Ich habe in meiner Tacklebox mehrere vorgebundene Teil in unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichen Auftriebskörpern. Das ermöglicht mir sofortiges Handeln am Wasser und den angetroffenen Angelbedingungen.
Bei der Entwicklung dieses Systems dienten uns Erfahrungen aus jahrelang eingesetzten Vertikal und U-Posen Montagen, der eingenähten Auftriebskörper ist unauffällig und das vorgeschaltete Front Zone Blei stabilisiert den Köderlauf auch in fast stehendem Wasser. Das Bleigewicht lässt den Köderfisch immer waagerecht im Wasser stehen.
Das Dr.Death System ist am besten einzusetzen in den Sommermonaten bei sehr klarem Wasser und geringem Strömungsdruck durch die niedrigen Wasserstände.

 

Wallerkette

Die Wallerkette ist genau genommen keine Montage, sondern ein Hilfsmittel mit der gewöhnliche U-Posen oder Bojensysteme unter Einsatz eines toten Köderfisches fängig präsentiert werden. Sie ist dafür zuständig das unsere Köder immer natürlich wirken indem sie waagerecht im Wasser stehen. Sie ist die beste Wahl in Seen und Altärme ohne Strömung.

Die Wallerkette wird mit mehreren, zwei Gramm Auftriebskörpern aus dem Raubfischbereich gebaut. Die Anzahl der Auftriebskörper sollte der Köderfischgröße angepasst sein. Diese Auftriebskörper fädeln wir auf ein Stück Geflechtvorfachschnur. Wir verwenden sehr gerne rote Auftriebskörper, da diese Farbe unter Wasser durch den Lichtbrechungsindex nahezu unsichtbar erscheint. Manchmal ist es aber sinnvoll auch gelbe, fluoreszierende Auftriebskörper als Schockfarbe zu verwenden. Verdauende oder revierverteidigende Welse verleitet das häufig zu einem Anbiss.
Am oberen Ende der Kette binden wir eine Schlaufe ein. Diese ermöglicht uns jederzeitige Verwendung an allen üblichen Systemen, indem sie über den vorderen Einzelhaken unseres eingesetzten System geschlauft wird. Am unteren Ende knoten wir einen leichten aber trotzdem sehr stabilen Rigging Hook der Größe 1/0 an. Dieser Haken hat den Zweck die Wallerkette auf dem Köderfisch zu fixieren. Das würde natürlich auch mit Drahtwicklungen, ähnlich eines Drachkovitsch System funktionieren. Der Pluspunkt bei Verwendung eines Rigging Hooks ist aber das die Kette zusätzlich wie ein Stinger funktioniert.

Die Wallerkette ist schnell und sehr universiell einsetzbar, ob im Sommer unter Verwendung von U-Posen Montagen. Bei klarem Wasser, während der Laichzeit als Reizköder und vor allem ist sie die einzige Möglichkeit einer Anbindemontage in den überfluteten Gebieten bei Hochwasser, Natürlichkeit einzuhauchen. Durch die geringen Abmessungen der Auftriebskörper ist sie auch kein zusätzlicher Treibgutfänger.

 

Stockposenmontage

Das Anbinden an Sträuchern, Bäumen, einer Boje oder an einem in den Boden gesteckten Bambusstock ist seit vielen Jahren eine sehr einfache und fängige Montage.
Hierbei befestigen wir eine Auslegeschnur an dem Objekt in der Nähe unseres Spots. Mit Hilfe dieser Auslegeschnur bestimmen wir die Entfernung von unserem Anbindemontage und der Stelle an der wir den Köder präsentieren möchten. Es gibt auch verschiedene fertige Auslegersysteme im Handel. Am Ende der Auslegerschnur oder des Systems, knoten wir eine 0,45mm Reißleine an. Danach hängen wir den Karabinerwirbel über der Posenmontage in die Schlaufe der Reißleine. Jetzt stellen wir die Wassertiefe in der unser Köder präsentiert werden soll, unter Berücksichtigung der Höhe des angebunden Auslegers ein. Mit einem doppelten Schlag über ein Knicklicht oder den Feststellungsstift der Pose, fixieren wir die eingestellte Tiefe und fahren an unseren Uferplatz zurück. Wir spannen die Schnur bis sie komplett aus dem Wasser gehoben ist. Am Ufer sollte die Rute möglichst hoch und senkrecht im Rutenhalter aufgestellt werden. Dieses ermöglicht ein höheres Herausheben der Schnur über die Wasseroberfläche und lässt Treibgut unter ihr hindurchgleiten.

Die Montage eignet sich perfekt für das Angeln in Überflutungsgebieten bei hohen Wasserständen, wenn viel Treibgut im Angelbereich vorhanden ist oder die Welse aktiv auf Nahrungssuche sind und ihre Beute an der Oberfläche oder im Mittelwasser jagen. Da nur das Vorfach mit dem Köder im Wasser ist, kann diese Montage immer fangbar präsentiert werden im Still und Fliessgewässer. In Deutschland sinnvollerweise in Verbindung mit der erläuterten Wallerkette.

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