Berichte - Erfolgreich angeln mit Hilfe des Wallerholzes

 

In den Anfangsjahren der Welsfischerei in Spanien und Italien wurde ausschließlich das Wallerholz als Fangwerkzeug eingesetzt. Die Fische konnten recht schnell lokalisiert werden und attackierten angriffslustig jeden Köder, den der Wallerangler unter dem Boot angeboten hatte. Doch dann wurde diese Methode zu oft eingesetzt und die Gewässer wurden verklopft. In Deutschland wird das Wallerholz kaum eingesetzt, obwohl es jeden beißfaulen Waller an den Haken bringt. Mit Hilfe des Wallerholzes kann man in jedem Gewässer, in dem ein Wallerbestand existiert, oder vermutet wird, innerhalb kürzester Zeit Kontakt mit den großen Räubern bekommen. Beim eintauchen des Holzes ins Wasser, gehen starke Druckwellen Richtung Gewässergrund. Diese nimmt der Waller über seine Seitenlinie und das Webersche Organ war und beginnt sofort aktiv in unmittelbarer Nähe der Druckwellen nach deren Herkunft zu suchen. Ich bin mir sicher, dass die erzeugten Druckwellen des Wallerholzes, einen fremden Wels im eigenen Revier imitieren, und der Revierhalter aufsteigt um den Eindringling durch Verbiss zu vertreiben. Daher verspürt der aufsteigende Wels in diesem Moment kein Hungergefühl, sondern will nur den Verursacher der Druckwellen verjagen, indem er ihn angreift. Diesen kurzen Moment, in dem der Wels den Köder ansaugt, muss der Angler mit einem harten durchdringenden Anschlag beantworten.

 

Das wichtigste bei dieser spannenden Angelmethode ist natürlich das Wallerholz. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Modelle, doch leider eignen sich einige Hölzer nicht. Grundsätzlich gibt es wichtige Merkmale die beim Kauf beachtet werden müssen.

 

Die Größe und Form des Kopfes mit dem man ins Wasser eintaucht und den Druck erzeugt, ist ein wichtiges Merkmal. Große Köpfe in ovaler oder abgekugelter Form sind für tiefes Wasser (10m und tiefer) geeignet, da hier stärkere Druckwellen erzeugt werden müssen. Für unsere durchschnittlich tiefen Hausgewässer (5-10m Tiefe) eignen sich Hölzer mit kleineren Köpfen circa in der Größe eines zwei Euro Stücks. Auch Anfänger tun sich mit diesen kleineren Ausführungen etwas leichter, da die Wasserverdrängung beim Eintauchen des Kopfes geringer ist. Geübte Klopfer können auch mit kleinen Hölzern, indem sie mit der Eintauchgeschwindigkeit und –tiefe variieren, unterschiedliche Druckstärken erzeugen. Das Holz darf nicht schwer sein und muss dem Angler gut in der Hand liegen. Klopfen darf selbst nach Stunden keine Belastung für Arm und Gelenke darstellen. Dass Mittelteil des Holzes sollte sehr biegsam und elastisch sein, keinesfalls steif.

 

Einige "Wallerholzschmieden" bieten Hölzer in verschiedenen Längen an, denn es spielt auch eine große Rolle, ob man von einer hohen Bordwand klopft, vom Schlauchboot oder sogar vom Bellyboot.  Denn wenn man mit ein zu kurzes Holz von einer hohen Bordwand klopft muss man sich zu stark über Bord lehnen um das Holz, ins Wasser zu tauchen. Deswegen gibt es Hölzer in verschiedenen Längen. Für den Einsatz vom Bellyboot sind zum Beispiel kurze Hölzer bestens geeignet.

 

Ideal ist es, wenn man vor einen Kauf, das Wallerholz in einem Becken testen kann, Einige Verkäufer bieten dies sogar an.

 

Leider funktioniert das Wallerholzfischen nicht das ganze Jahr über. Im Winter oder im Frühjahr bei Wassertemperaturen unter 14 Grad reagieren die Welse auf das klopfen überhaupt nicht. Die Saison startet ab Mai, wenn die Wassertemperatur über 18 Grad beträgt und erreicht im Hochsommer seinen Höhepunkt.

 

Auch die Tageszeit spielt eine große Rolle, am frühen Morgen reagieren die Welse besonders gut auf das Holz. Am hellsten Tag, wenn viel Lärm durch Schifffahrt Verkehrslärm...am Gewässer ist, wiederum schlechter. In der ersten Nachthälfte sind Welse besonders in Beisslaune. Auch hat man in der Dunkelheit bei besonders klaren und flachen Gewässern wesentlich mehr Welskontakte, als am helllichten Tag.

 

Ein Echolot ist für diese Angelart unverzichtbar. Schon Geräte der mittleren Preisklasse leisten hier gute Dienste. Der Angler sieht seinen Köder (Köderlinie) auf dem Bildschirm und erkennt sofort wenn sich ein Wels vom Grund erhebt. (Wels stellt sich in Form einer großen und breiten Sichel da). Steigt der Waller schnell und steil nach oben beißt er auch meistens. Kurz bevor der Wels zum Köder kommt lass ich das Holz verstummen und konzentriere mich auf meinen Anschlag, der schnell und kräftig sein muss. Kommt der Wels von der Seite, oder schwimmt kurven ist er eher zögerlich. Viele Welsen steigen bis zum Köder und lassen sich gleich wieder in die Tiefe fallen, hier helfen dann etwa fünf kräftige Wallerholz Schläge kurz hintereinander, um dem Waller wieder zum Köder zu locken. Wenn keine Fische auf dem Echolot zu sehen sind, klopfe ich vier bis sechs Mal hintereinander und warte dann erstmal 15-30 Sekunden ab, bis ich dann erneut das Holz ins Wasser tauche. Das wiederhole ich dann solange bis ich Welse ausfindig gemacht habe, oder der befischte Gewässerabschnitt abgefischt habe. Das Finden der Fische, steht auch hier wie bei jeder anderen Angelart an erster Stelle. Im Fluss suche ich mir tiefe Löcher, das alte Flussbett, Bodenunebenheiten oder die Fahrrinne und lasse mich über diese Spots treiben. In stehenden Gewässern ist ein Elektromotor um Strecke zu machen unverzichtbar. Hier Suche ich gezielt nach Löchern, tiefe Rinnen oder Sprungkanten. Wenn nach 5 Minuten keine Fischaktivität auf dem Echolot zu verzeichnen ist, wechsle ich den Platz. Die meisten Welse findet man in Wassertiefen von 5-15 Metern, im Fluss auch mal flacher. In großen Wassertiefen über 20 Meter zu fischen macht keinen Sinn, den meist befinden sich dort keine Fischarten. Zur besseren Bisserkennung kann man auch die Schnur beim klopfen in den Händen halten, dies rate ich allerdings nur Erfahrene Anglern, den bei einem kräftigen Biss können sich nicht geübte Angler an der Hand verletzen.

 

Der beste Köder für eine Klopftour sind große Kanadische Tauwürmer. 10-15 Würmer auf einem speziellen Wurmrig sind erste Wahl. Dafür benötigen wir einen Einzelhaken 6/0-8/0 mit langem Schenkel und einen kleinen Black Cat RIGGING HOOK als Fanghaken, dieser verhält sich auf dem System unauffällig und verleiht dem Köder eine bessere Präsentation. Trotz seiner kleinen Größe ist dieser Haken nadelscharf und unverbiegbar. Mehr Bisse bekommt man wenn man seine Tauwürmer zusätzlich mit Lockstoff besprüht, dieses einsprühen der Würmer

 

hinterlässt eine verlocken Duftspur, diese der Waller schneller zum Köder führt. Lochstoffe aus: Blut, Leber, Fisch und Muscheln sind hierbei erste Wahl.

 

 

Der Befischungsdruck der letzten Jahre hat den Wels vorsichtiger gemacht, meist tastet der Wels mit seinen langen Barteln den Köder ab und saugt den Köder erst an, bevor er zubeißt. Ich versuche immer so unauffällig wie möglich zu fischen. Das bedeutet ich passe mein System, Vorfach, Hauptschur und Blei dem Gewässer an. Am Rhein oder am Po wo sehr große Welse zu erwarten sind und eine starke Strömung herrscht, benutze ich eine 0,40mm geflochtene Hauptschur und ein 40cm langes Welsvorfach, mit einer Tragkraft von 80 Kilo. Als Gewicht benutze ich ein 160 gr. schweres Klopfblei von Black Cat. Dieses Blei ist dick und hochwertig mit Gummi beschichtet und reduziert die elektromagnetischen Felder, diese von Welsen mit dem Seitenlinienorgan war genommen werden können und den Wels misstrauisch machen können. Das Blei ist mit zwei Kugellagerwirbeln eingegossen und kann daher direkt mit Hauptschnur und Vorfach verbunden werden. Man erspart sich einen zusätzlichen Wirbel sowie die Gummiperle zum Knotenschutz. Zusätzlich schalte ich zwischen Hauptschur und Klopfblei ein starker KNOTENLOSVERBINDER mit ein, damit habe ich keine Tragkraftverlust des Geflechts. Am Neckar, Main, Baggerseen, Talsperren usw. also Langsam fließende oder stehende Gewässern mit klarer Sicht, fische ich sogar noch leichter. Als Rute kommen ein oder zweiteilige Vertikalruten auf Wels mit sensibler Rutenspitze zum Einsatz. Hochwertige Multirollen oder Stationärrollen mit guter Schnurbremse runden das Gerät ab.

 

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