Interview Peter Merkel in der Cat Connect

Welsguide Peter Merkel
Welsguide Peter Merkel

Reporter Markus Dittgen, das Interview ist aus dem Jahr 2015.

Markus: Hallo Peter, schön, dass wir Dich für dieses Interview gewinnen konnten. Erzähl uns doch zunächst etwas über Deine Entwicklung zum Angeln und später dann zum Welsfischen.

Ich: Hallo Markus, erstmal möchte ich mich hier herzlich bedanken, dass ich dieses Interview mit dir machen darf.

 

Ich habe mit fünf Jahren angefangen zu angeln, mit 12 den Fischereischein gemacht und viele Jahre am Neckar auf Barben, Rotaugen, Döbel…und in den Bächen auf Forellen geangelt. Die Jüngeren Leser werden es womöglich nicht Wissen, aber unsere Gewässer waren in den 70 und 80 Jahren durch Abwasser und Kloake stark verschmutzt, die Weißfische ernährten sich von diesen Hinterlassenschaften und waren in diesen beiden Jahrzehnten Zahlreich im Neckar, Raubfische gab es damals nur Barsche und einige Hechte. Ende der70 Jahre wurden dann die ersten Zander und Waller besetzt. Aber erst Mitte der 90 Jahre haben wir die ersten kleinen Waller, unterhalb der Neckarschleusen beim Spinnfischen gefangen. Dieser unbekannte und Mysteriöse Fisch hat mich damals so fasziniert, dass er mich bis heute nicht mehr losgelassen hat.

 

Welsangeln am Neckar - Peter Merkel mit einem dicken Neckarwaller.
Welsangeln am Neckar - Peter Merkel mit einem dicken Neckarwaller.

 

Markus: Schon seit vielen Jahren bist Du als Produktentwickler und als Fieldtester in der Angelbranche tätig. Was sind dort Deine Aufgaben und weshalb machst Du das überhaupt?

 

Ich: Erstmal bin ich froh und stolz darauf, dass ich mit einigen so großen und Internationalen Firma zusammenarbeiten darf. Hierbei bringe ich all meine Erfahrung und Kraft in diese Projekte mit ein. Dabei ist mein Ziel tolle und gute Produkte zu entwickeln, dies ist nur durch harte Arbeit und unzählige Stunden am Wasser zu realisieren!

 

Patrick Haas und Peter Merkel mit einem schönen Albino fang aus dem Rhein
Patrick Haas und Peter Merkel mit einem schönen Albino fang aus dem Rhein

Markus: Du hast vor einiger Zeit die "Merkel-Montage" entwickelt. Wie funktioniert sie und wie wichtig sind ausgefallene Rigs heutzutage beim Wallerfischen?

 

Ich: Die Merkel-Montage funktioniert genauso wie die Bojen Montage und wird auch mit Hilfe eines Bootes ausgelegt. Ich benötige für diese einen  Ankerstein, einen Auftriebskörper und nochmals ein Karabiner Wirbel den ich hinter der Angelpose befestige.

Eine 20cm lange 0,40mm monofilen Reißleine und Je nach Gewässertiefen eine ca. 10-20 Meter langer Bojen Schnur diese ich mit der Reißleine verbinde. Diese Montage wird dann vom Ufer aus mit steil aufgestellten Ruten gespannt. Noch in den heutigen Tagen habe ich diese Montage im Einsatz, diese aber nur in Stillgewässern und in langsam Strömenden Flüssen funktioniert.

Die meisten Wels-Gewässer stehen heutzutage unter schweren Angeldruck, deshalb lässt sich der Waller nicht mehr so leicht fangen. Da entscheidet schon mal dass Rig über Fangerfolg und Misserfolg. In der Regel kann man davon ausgehen je unauffällig man Fischt, desto mehr Waller fängt man. Das Bedeutet seine Haken, Schnüre, Köderfischgröße, Auftriebskörpern, Distanzen, Lärm… der Situation an zu passen. Auch die richtige Köderwahl, zur richtigen Zeit ist entscheidend. Beim Passivangeln ist die Uposenmontage mit kleinen Auftribskörpern momentan die Erfolgreichste und beste Montage in Flüssen. Diese man mit Hilfe von Umlenkern sogar Flussauf und Gerade fischen kann. Am Rhein fische ich sehr Erfolgreich mit Dead Bait System. Der Auftriebskörper des Systems wird einfach und schnell am Rücken des Fisches mit Klammern befestigt, so kann sich der Köderfisch nicht in der Strömung drehen, er schwänzelt leicht in der Strömung und imitiert somit einen natürlichen und lebendigen Beutefisch nach. Dieses Jahr konnte ich eien weiteren Fisch bis 94,5 Kilo damit fangen.

Markus: Wie wichtig ist es, die Jugend für das Wallerangeln zu begeistern?

 

Ich: Leider wird der heutigen Jugend schon von vornerein in Angelvereinen und während des  Jugendfischereischeins Schauergeschichten über den Wels erzählt.Solche Behauptungen wie: Der Wels würde angeblich das ganze Gewässer leer fressen sind völlig aus der Luft gegriffen und die Aussagen wie: Der Wels würde bis 3 kg Fisch am Tag fressen entsprechen auch nicht der Wahrheit! Solche Thesen werden aus

Dummheit und Bequemlichkeit erstellt, oder einfach aus Mangel an fundierten Informationen über diesen Fisch aufgestellt. Der Wels erbeutet kleinere schwächere Fische und wirbellose Tiere, was ihn zur Gesundheitspolizei der Gewässer macht. Er unterbindet damit Fischkrankheiten und beugt einer Verbuttung vor. Die Verdauung verläuft relativ langsam und ist wassertemperaturabhängig. Bei 15°C Wassertemperatur braucht er ca. 50 Stunden, daher länger als 2 Tage um seine Beute zu verdauen. Diese Verdauungsphase bedeutet eine Fresspause. Ein zwei Meter Waller in Deutschland ist ca. 20 Jahre alt,  dann hat er es auch verdient dass man Ihm Respektvoll behandelt und nicht Sinnlos abschlachtet.

Markus: Wie schätzt Du persönlich Deinen Stellenwert in der Waller-Szene ein?

 

Ich: Das ist mir eigentlich Schnuppe, ich bin schon lange dabei, kenne in der Scene eigentlich jeden und versuche auch meine Kontakte über das Jahr hinweg zu pflegen. Ich habe in der Angelscene ein paar sehr gute Freunde gewonnen und behandle andere Teamangler von Fremdfirmen (die sogenannte Konkurrenz) Respektvoll und Freundschafslicht. Immerhin haben wir das ein und dasselbe Hobby.

 

Natürlich gibt es auch immer wieder 2-3 Quertreiber, diese alle Gelegenheiten nutzen in Foren schlechte Stimmung zu verbreiten. Diese Typen kommen und gehen, direkt hat mich aber noch Niemand davon  angesprochen, deswegen sind mir diese Menschen auch egal.

Die Waller Scene in Deutschland ist auch noch relativ überschaubar, man sieht sich alle Jahre im Winter zur Messesaison wieder und feiert in Aftershowpartys zusammen.


Und dass Waller Kadaver den Tieren im Wald vorschmeißt. Unsere fischereilichen Ressourcen sind nicht unausschöpfbar,  ist ein 20 Jahre alter Waller erstmal Tod, dauert es Jahre bis so ein Fisch nachwächst. Behandelt euer Fänge schonend, benutzt beim Fang eine Abhakmatte (Wallerplane), schaut das der Fisch immer Nass ist und macht wenn es möglich ist Wasserbilder.

Damit auch noch euer Kinder Erfolgreich Wallerangeln können. Das ist mir Wichtig, die Jugend auf zu klären und diese für das modernen Wallerangeln zu begeistern.

Markus: Wie sieht für Dich der ideale Angeltag auf Waller aus?

 

Ich: Wenn alles so funktioniert wie ich mir das vorher zu Hause vorstelle. Fahre ich zum Beispiel für einen Tag zum Wallerangeln an den Rhein, bereite ich mich penibel zu Hause darauf  vor. Ich informiere mich vorher über die Gegebenheiten wie Pegelstände, Wassertemperaturen, Mondphasen, Luftdruck und Wetter, nach diesen entscheide ich schon zu Hause, welche Angelstelle, in welcher Wassertiefe  und mit welcher Montage ich Fische. Daraufhin bereite ich alles zu Hause in der Garage vor. Die  Dead Bait Systeme werden der vorhandene Ködergröße angepasst und gleich an den Ruten montiert. Zudem nehme ich dann auch nur das Tackle mit, dieses ich auch an diesen Tag benötige. Am Wasser und an der Angelstelle angekommen, muss dann auch alles reibungslos und schnell funktionieren, so dass meine zwei Ruten innerhalb von 15 Minuten verführerisch  vor dem Wallermaul liegen.

Mittlerweile habe ich auch so viel Wels-Erfahrung gesammelt, das ich es einschätzen kann, ob ich heute eine gute Chance habe einen oder sogar mehre Waller zu fangen, oder die Bedingungen eher schlecht sind. Gerade im Frühjahr und kurz vor, nach der Laichzeit fange ich die meisten Welse im gesamten Jahr. In dieser Fressphase der Waller fange ich an einen Tag gleich mehrere Waller.

Das sind dann für mich die idealen Angeltage, wenn der Plan funktioniert und ich mit mehreren zwei Meter Fische dafür belohnt werde.

Markus: An welchen Waller erinnerst Du Dich besonders gerne?

Markus, es sind mehrere Waller an diese ich mich sehr gerne zurück erinnere. Ich habe mir beim Wallerangeln immer wieder neue Ziele gesetzt, das erste Ziel war für mich einen Fisch zu fangen, der größer war als ich selber. Ja das hört sich jetzt relativ leicht an, weil ich ja auch nicht der Längste bin. Aber Ende der 90 Jahren waren meine größten Neckarfänge so um die 150cm lang. Bis ich dann beim Spinnfischen unterhalb der Neckarschleuse in Rockenau ein kräftigen Schlag auf die Rute bekam. Der Fisch Maß 186cm und war damals Streckenrekord, ich war stolz wie Oskar und legte mich zum Körpergrößen Vergleich neben dem Fisch.

Jahr 1998  fuhr ich dann erstmal an den Fluss Po nach Italien, um die magische zwei Meter Marke zu knacken.  Für dieses Unterfangen benötigte ich fünf Po touren, den auch in Italien war damals ein zwei Meter Fisch, was ganz besonderes.

Jahr 2004 mein erster Fisch über 100 Pfund aus dem Neckar, den ich damals mit meiner eigen entwickelten Merkelmontage „direkt vor meiner Haustür“ gefangen habe.

Jahr 2008 die magische Grenze von 250cm durchstoßen, zu dieser Zeit war dieser Fang (nach unserem Wissen) der Französischer Wels-Rekord.

Jahr 2012 meinen 232cm großen Albino Waller, diesen weißen Traum habe ich Jahre lang geträumt und diesen dann gezielt beangelt und gefangen. Darauf bin ich heute immer noch sehr sehr stolz.

Jahr 2014 Tatort Rhein: 250-cm-Marke auch in Deutschland geknackt! Dieser Uhrfisch aus dem Rhein Maß 2,53 m Länge und wog 103 kg. Auch ein Erlebnis das ich nie vergessen werde.

Peter Merkel mit einem Albino Wels aus der kleinen Rhone in Frankreich.
Peter Merkel mit einem Albino Wels aus der kleinen Rhone in Frankreich.
Peter Merkel mit einem 253cm großem Wels aus dem Rhein.
Peter Merkel mit einem 253cm großem Wels aus dem Rhein.


Markus: Welche Gewässer beangelst Du besonders gerne und mit welchen Methoden?

 

Ich: Am liebsten beangele ich die unbekannten Reviere, nämlich dort wo am wenigsten Angeldruck herrscht. Das ist dann meistens Abseits der ausgetreten Pfade. Solche Angelstellen findet man noch in ganz Europa. In Italien sind das Nebenflüsse des Flusses Po. Diese wilden und unberührten Flüsse kann man nur Oudtoor und mit dem Schlauchboot befischen. Vor diesen Kraftaufwand schauen sich die meisten Wallerangler, diese lieber mit einen großem Boot zu Wallerjagt fahren. Für Spanien gilt dasselbe.

Die kleine und große Rhone sind absolute Traumgewässern, nur wird dort Zeit etwa 3 Jahren Jagt auf Deutsche Angler gemacht. Verbote wie Nachtangeln, Einsatz des Echolotes, Bojen fischen, Abspannen, Uferbetretung...werden hart Kontrolliert und Bestraft. Dieses Nachtangelverbot bedeutet man muss auf die Minute genau mit dem fischen aufhören wenn der Kalendarische Sonnenuntergang ist. Ich kenne Angler die wurden eine Minute nach diesem besagten Sonnenuntergang kontrolliert und diese wurden dann wegen Nachtangeln alle Angelruten abgenommen.

Deswegen meide ich momentan Frankreichs Gewässern.

In Deutschland fische ich gerne an meinen Hausgewässern Neckar und Rhein, leider hat sich am Neckar die Waller Population zurück entwickelt. Deswegen befische ich denn Neckar momentan sehr selten. Der Rhein, Po und die große Rhone sind

schnell fließende Gewässern, diese man mit der Uposenmontage und mit Dead Bait Systeme Optimal befischen kann. In kleinen Flüssen ohne Schiffsverkehr fische ich gerne mit der Sträucher und Ast Montage, das bedeutet den Fluss Komplet zu überspannen und die Reißleinen an Ästen, Bäumen oder Sträucher an der Gegenüberliegen Seite zu befestigen. Eine Spannente Art zu fischen ist das Vertikal und das Klopfangeln, erfolge hat man mit dieser Methode entweder im Sommer aber auch im Winter wenn die Welse in ihren Winterlöcher liegen, diese befische ich dann mit einen Fireball Rig Systematik ab. Im Hochsommer reagieren die Welse dann auf das Wallerholz am besten. Umso höher hier die Wassertemperatur desto mehr Chancen hat man auf Wallerbisse.

 

Markus: Wie ist Deine Meinung zum heute weit verbreiteten Guiding?

 

Ich:

Ich selbst biete momentan keine Guidingtouren an, aber ich helfe gerne unentgeltlich andere Angler beim Welsangeln.

Die Hauptaufgabe eines Guides besteht darin, seinem Gast bei einer Angeltour durch eigene Kenntnisse und Erfahrungen Vorteile zu bieten und das Angelerlebnis zu verbessern.

Das bedeutet die Betreung der Gäste am Wasser. Im Vorfeld vor einer sogenannten Guiding Tour steht die Organisation von  Angellizensen, Unterkunft und Parkplätzen für den Gast, so dass sich dieser in seiner heutzutage oftmals eng bemessenen und kostbaren Urlaubszeit um nichts kümmern muss und Stress frei nach Ankunft in das Angelabenteuer starten kann.

Für ein erfolgreiches und seriöses Guiding ist es wichtig, dass sich der Guide bestens im Wunschrevier auskennt und dem Gast von Anfang an bei der Vorbereitung des Angelgerätes bis hin zum Auslegen der Köder mit Rat und Tat zur Seite steht.

Durch Familie und Arbeit ist es den meisten Anglern nicht möglich mehrere Wochen an einem Gewässer zu verbringen und durch eigene Versuche möglichst schnell zum gewünschten Erfolg zu kommen. In solchen Situationen kommt der Guide oder auch Angelführer in das Spiel um den Weg zum Traumfisch abzukürzen.

Ein guter Guide sollte rund um die Uhr mit seinen Gästen am Wasser sein, den Gästen erklären können warum er wie an Ort und Stelle vorgeht und gemeinsam mit den Gästen ein Team bilden, was dem Zielfisch entgegen strebt. Nur gemeinsam, also auch durch die Mitarbeit der Gäste wird eine Guiding Tour zum Erfolg.

Markus: Welchen Fisch möchtest Du unbedingt noch fangen?

 

Ich: Ich wollte schon immer einen Weißen Waller fangen, diesen Traum habe ich mir mit einem 232cm Albino Wels aus der kleinen Rhone im Jahr 2012 erfüllt. Zudem ist mein Zielfisch den ich unbedingt im meinen Leben noch fangen möchte, einen drei Meter Waller. Das klingt jetzt erst einmal Utopisch, aber als ich mit dem Wallerangeln

Mitte der 90 Jahre angefangen habe, war ein Meter Waller aus dem Neckar schon eine Sensation. Mittelweile werden in Italien, Spanien und Frankreich Welse über 260cm Regelmäßig gefangen. Diese 40cm die noch zu den besagten drei Meter fehlen könnten einige Fische in 15 Jahren wachsen, sofern diese nicht vorher von uns Anglern Verangelt werden und Sterben.

Der Angeldruck in Italien und Spanien nimmt nämlich jedes Jahr zu und teilweisen werden dieselben Fische mehrmals im Jahr gefangen, diese Prozedur (Drillen, Mehrfachhaken, Anleinen, Foto…) überleben nicht alle Fische. So bin ich mir auch ziemlich sicher das der Uhrbestand in den stark beangelten Gewässern Spaniens und am Fluss Po tot sind. Ich könnte dieses Thema noch weiter vertiefen, aber ich bin schon weit vom Thema ab gekommen. Das wäre bestimmt mal ein tolles Thema für die Catcussion.

Im Osten Europas und Asien gibt es so einen Fisch nicht, denn seit die UdSSR auseinander gebrochen ist, wurden alle Gewässern im Osten Geplündert und die Welspopulation teils Ausgerottet.

 

Markus: Hast Du Pläne für die nächste Zeit, die Du uns verraten kannst?

 

Ich fische sehr viel in Deutschland auf Waller, deswegen konstruiere und teste ich schon seit einiger Zeit „Dead Bait System“ für Jedermann. Diese man dann einfach fix und fertig im Angeladen kaufen kann.  Die ersten Systeme sind ja schon im neuen 2016  Angel-Katalogen zu sehen. Ich bin dabei weitere Dait Bait Systeme zu testen, es dauert aber seine Zeit, denn die Systeme müssen sich erstmal am Wasser beweisen, bevor diese in den Handel kommen.

Das ist einer meiner Hauptaufkommen im kommenden Jahr, meine gesamten anglerrischen Erfahrungen in die Entwicklung dieses Systems zu stecken und weitere zu entwickeln.

Meine Dead Bait Systeme haben jetzt schon das angeln in Deutschland Revolutioniert und Fische bis 103 Kilo gefangen.

Markus: Welche Weisheit möchtest Du den cat connect-Lesern noch mit auf den Weg geben?

 

Ich: Mmhh, das passt vielleicht nicht ganz zu diesem Thema, aber mir geht das groß Fotografieren von Fischen tierisch auf den Sack. Mittlerweile gibt es einige Wallerangler die haben diese Foto-Technik perfektioniert, da wird zum Beispiel ein Meter großer Waller soweit vor sich hin geleckt das dieser wie ein 2 Meter Plus fisch aussieht. Posten diese Bilder ohne Größenangaben ins Facebook und lassen sich dann feiern. Es wird penibel darauf geachtet das Körperteile wie Füße und Hände unter der Waller-Plane versteckt werden, so dass  man auf dem Foto die wirkliche Größe des Fanges noch nicht einmal mehr einschätzen kann. Zudem legen sich die Personen beim Fotoshooting bis auf dem Rücken und Strecken so ihren Kopf nach oben, das man als Bildbetrachter denkt man sitze genau hinter dem Fang, dabei ist der Kopf und der Fisch eineinhalb Meter voneinander Entfernt. So sieht jeder 120cm Waller wie ein 2,70cm großes Ungeheuer aus. Jetzt hat diese Technik auch noch einen neuen Boom ausgelöst und weitere Nach Amer fotografieren ihre Fänge genauso. Der Nachteil dieser Fototechnik ist aber, dass wenn diese Angler wirklich mal einen guten Fisch fangen, man das dann aber auch nicht auf dem Foto erkennt, weil ja alle Fänge wie Monsterfische aussehen.

Für mich ist dieses fotografieren totaler Schwachsinn aber der Trend geht dort hin, für mich der falsche Weg.

Das ist meine Weisheit an Euch, fotografier Euer Fänge möglich real und schnell, macht wenn es die Situation erlaubt Wasserbilder, das ist schonend für den Fisch und habt Spaß am Angeln. Und like diese unrealen Bilder nicht im Facebook, damit tut ihr diese Wallerangler auch noch ermuntert mit diesen Blödsinn weiter so machen.