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Montagen & Methoden Drucken E-Mail
Geschrieben von Peter Merkel   
Samstag, 6. Januar 2007

Die besten Montagen und Methoden 

Der Wallerbestand im Neckar und somit auch die Fänge, sind in den letzten Jahren enorm in die Höhe geschossen. In nahezu allen Gewässerabschnitte ist der Räuber heute anzutreffen. Welse über 100 Pfund sind keine Seltenheit mehr und Waller über 140 Pfund sind jederzeit möglich. Die deutschen Wallerangler haben dennoch einen Nachteil, den der Einsatz des lebenden Köderfisches ist bei uns verboten. Hier ist Erfindergeist gefragt.

Die schlechte Bissausbeute der meisten Wallerangler liegt daran, dass sie ihren Köder zu dicht am Grund anbieten. Wenn man sich die Kopfform des Welses genauer ansieht erkennt man, dass der Waller ein oberständiges Maul und nach oben gerichtete Augen aufweist. Das  bedeutet, dass er einen Großteil seiner Nahrung im Freiwasser jagd. Er greift seine Beute aus der Deckung heraus an und folgt den Beutefischen oft bis an die Oberfläche.

 

 

Aus diesen Gründen bieten wir unsere Köder stets 1-2m über dem Gewässerboden an. In strömenden Gewässern taumelt der Köder so verführerisch in der Strömung und ist von einem lebenden Fisch kaum zu unterscheiden, er wirkt oft sogar als leichte Beute, da er verletzte Fische imitiert. Ich spritze dem Fisch aber zusätzlich einige Tropfen Lockstoff (Fischflavour aus dem Karpfenbereich) unter die Haut. So umgibt ihn ein anziehender Geruch und das Interesse des Wallers wird geweckt.

Die Montage

 

 

 Die Montage selbst ist sehr einfach. Sie besteht aus Vorfachmaterial, zwei Haken für die Flanke des Köders, schlanken Auftriebskörpern und einem schweren Blei, das den auftreibenden Köder vom Grund her fixiert. Zusätzlich verwende wir  ein Stück monofile Angelschnur um den Auftriebskörper am Hakensystem zu fixieren, damit dieser im Drill nicht verloren geht und wieder verwendet werden kann. Am Neckar reicht bereits ein Auftrieb von 0,80m bis 1,50m. Schon ab dieser geringen Höhe beginnt das lockende Spiel unter Wasser. Schifffahrt und Strömung lassen den Köder tanzen. Bei einem Auftrieb über 2m sollte man die Montage auf einer sauberen Unterlage ablegen und sie dann aus dieser Position heraus werfen. Dadurch wird verhindert, dass sich das lange Vorfach an Uferhindernissen wie Ästen beim Wurf verhängt. Faustregel für die Auftriebshöhe des Köders ist die gewählte Länge des Vorfaches. Durch Freigabe der Schnur von der Rolle, kann man den Köder auch höher aufsteigen lassen. Ich drehe die Montage nach dem Aussetzen auf Bleikontakt, damit ich Kontakt zu meinem Köder behalte und schnell auf einen Wallerbiss reagieren kann.

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Der Neckar ist eine Schifffahrtsstraße,deswegen kann man nur schlecht auf die Bojenmontage zurückgreifen. Die Schifffahrt würde uns andauernd über die Schnur fahren, das würde auch nach einiger Zeit in den Geldbeutel gehen. Kein BildMan müsste auch die Montage mit Hilfe eines  Schlauchbootes oder Belly-Bootes ausbringen.  Da kann man auf eine ganz einfache Methode zurückgreifen.Sie ist der Bojenmontage sehr ähnlich, doch wird sie mit einer  Posenmontage gefischt. Ziel ist es den Köder an der Stelle zu halten, ohne dauernd die Pose neu ausbringen zu müssen. Dies gelingt und allerdings nur, wenn wir die Montage am Grund auf ihrer Position halten können. Wir benutzen dazu einfach ein schweres Blei (min 200 gr),  welches vor der Pose mit Hilfe eines Seeboom befestigt ist. Geübte Angler können diese Montage 20-30 m  weit werfen. Diese Weite langt für den Neckar,da die Kante meistens ca 10 m von Ufer aus ist und man die Schifffahrt nicht vergessen sollte. Man kann diese Montage bei Notfall, das heißt wenn ein Schiff der Montage zu Nahe kommt,  einfach mit Hilfe der Rolle den Schwimmer unter Wasser zu ziehen. Wenn die Gefahr vorbei ist braucht man nur ein paar Meter Schnur zu lassen.

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Die Merkelmontage

Um erfolgreich auf Waller zu fischen, empfiehlt sich immer einen Köder Flussabwärts und einen Köder Flussaufwärts zu präsentieren. So kann man eine größere Neckarstrecke befischen. Weil sich die Posenmontage und die Unterwassermontage nicht eignet Flussaufwärts zu fischen, habe ich nach etwa 3 Jahren Entwicklungsphase diese neue Montage entwickelt. Diese Montage nennt sich Merkelmontage. Sie ist der eigentlichen Bojenmontage sehr ähnlich, doch diese Montage hat mehrere von mir durchdachte Vorteile.

Welche wären:

1. Sie ist viel schneller und einfacher zu setzten.

2. Es ist egal ob der Waller in die Bojenschnur schwimmt, da die Bojenschur (Monofile) leicht reißt.

3. Man kann auch leicht unter Zug, diese Montage Unterwasser ziehen.

4. Man reißt diese Montage komplett ab.

Und man muss nicht noch einmal, wie mit der normalen Bojenmontage mit den Boot ausfahren,
um die Reste der Bojenmontage einzusammeln.

Gerade Nachts oder früh morgens  kann das einsammeln der Montagerückstände sehr lästig sein. Der Umwelt zu liebe sollte man darauf achten, dass man zum binden von Steinen schnell verrottende (z.B. Wurstkordel) Schnüre verwendet.

Näheres zu dieser neuen Wundermontage siehe Bild unten.

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Allerdings zum Ausbringen brauchen sie für diese neu entwickelte Montage ein kleines Schlauchboot. Gerade um Montagen auszufahren eignen sich bestens am Neckar grüne oder schwarze Schlauchboote in einer Größe von 180m-210 cm.

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Spinnfischen unterhalb der Wehrstufen

Eine besondere und extrem fängige Methode im Frühjahr auf Wels zu fischen ist das Spinnfischen am Neckar unterhalb der Wehrstufen.

Gummifische und Löffelblinker gehören seit Jahren zu den beliebtesten Ködern bei Raubfischanglern. Das verführerische Spiel des Köders verlockt fast jeden Räuber zum Anbiss.

Oftmals entscheidet die Führung des Köders, (schnell oder langsam) über den Erfolg. Dauerhafte Rutenbewegung mit schwerem Wallergerät gehen in die Knochen und so ist langes und erfolgreiches Fischen kaum möglich. Ich persönlich lasse den Fluss entscheiden, wie mein Köder geführt wird, indem ich den Gummi an gespannter Schnur mit der Strömung abtreiben lasse. So durchwandert der Gummifisch ein großes Gebiet unter Wasser und die Chance auf einen Waller steigt. Das Prinzip ist ganz einfach und sehr fängig. Ich werfe meinen Köder stromaufwärts zur Flussmitte, hebe meine Rute steil nach oben, um möglichst viel Schnur aus dem Wasser zu bekommen und guten Köderkontakt zu behalten. Der Strömungsdruck auf der Schnur treibt den Gummiköder voran und lässt ihn in kurzen Sätzen über den Grund hoppeln. So läuft der Gummi von der Flussmitte im Halbkreis ans Ufer unterhalb des Anglers. Bei dieser Wanderung werden alle heißen Stellen im Fluß beangelt.

Saugt ein Wels den Gummi ein, hakt er sich hierbei oftmals selbst und der Angler bekommt über die stets gespannte Schnur einen brachialen Biss auf die Rute übertragen.

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Fischen mit dem Wallerholz

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Für viele Angler ist das Wallerholz heute immer noch ein sagenumwobenes Instrument aus den Ostblockländern. Kaum einer, der nicht schon selbst bei Meister Waller angeklopft hat, vertraut dessen Wirkung und Fängigkeit. In den Anfangsjahren der Welsfischerei in Spanien und Italien wurde ausschließlich das Wallerholz als Fangwerkzeug eingesetzt. Die Fische konnten recht schnell lokalisiert werden und attackierten angriffslustig jeden Köder, den der Wallerangler unter dem Boot angeboten hatte. Im Laufe der Jahre haben sich die Welse an den immer stärker werdenden Angeldruck gewöhnt und sind vorsichtiger geworden. Viele Angler haben das Wallerholz aus ihrem Gerätekasten verbannt und widmeten sich den ertragreicheren Methoden, wie dem Ansitzangeln. In Deutschland und dem benachbarten Ausland wird das Wallerholz kaum eingesetzt, obwohl es sogar mit totem Köderfisch und Tauwurmbündel jeden beißfaulen Waller an den Haken bringt.

 

Art und Funktion des Wallerholzes und unterschiedliche Tonfolge

Mit Hilfe des Wallerholzes kann man in jedem Gewässer, in dem ein Wallerbestand existiert, oder vermutet wird, innerhalb kürzester Zeit Kontakt mit den großen Räubern bekommen. Beim gekonnten Eintauchen des Holzes ins Wasser, gehen starke Druckwellen Richtung Gewässergrund. Diese nimmt der Waller über seine Seitenlinie und das Webersche Organ war und beginnt sofort aktiv in unmittelbarer Nähe der Druckwellen nach deren Herkunft zu suchen. Jedoch verspürt der aufsteigende Wels in diesem Moment kein Hungergefühl, sondern will nur den Verursacher der Druckwellen verjagen, indem er ihn angreift. Diesen kurzen Moment, in dem der Wels den Köder ansaugt um ihn kurz darauf wieder auszuspucken, muss der Angler mit einem harten durchdringenden Anschlag beantworten.

 

Warum reagiert der Wels auf die Druckwellen des Holzes?

 

Druckwellen unter Wasser werden ohne Einsatz des Holzes von allen möglichen Dingen erzeugt, wie zum Beispiel Fischen, Steinen und anderen Hindernissen im Wasser. Der Waller orientiert sich hauptsächlich an diesen Reizen bei der Nahrungssuche in seinem Revier. Ich bin mir sicher, dass die erzeugten Druckwellen des Wallerholzes, einen fremden Wels im eigenen Revier imitieren, und der Revierhalter aufsteigt um den Eindringling durch Verbiss zu vertreiben.

Art des Holzes

 

Das wichtigste bei dieser spannenden Angelmethode ist natürlich das Wallerholz. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Modelle, doch leider eignen sich die Meisten bestenfalls als Suppenlöffel. Grundsätzlich gibt es 2 wichtige Merkmale die beim Kauf oder der eigenen Herstellung beachtet werden müssen.

Die Größe und Form des Kopfes mit dem man ins Wasser eintaucht und den Druck erzeugt, ist ein wichtiges Merkmal. Große Köpfe in ovaler oder abgekugelter Form sind für tiefes Wasser (10m und tiefer) geeignet, da hier stärkere Druckwellen erzeugt werden müssen. Für unsere durchschnittlich tiefen Hausgewässer (5-10m Tiefe) eignen sich Hölzer mit kleineren Köpfen circa in der Größe eines 5 Mark Stücks. Auch Anfänger tun sich mit diesen kleineren Ausführungen etwas leichter, da die Wasserverdrängung beim Eintauchen des Kopfes geringer ist. Geübte Klopfer können auch mit kleinen Hölzern, indem sie mit der Eintauchgeschwindigkeit und –tiefe variieren, unterschiedliche Druckstärken erzeugen.

das Holz darf nicht schwer sein und muss dem Angler gut in der hand liegen. Klopfen darf selbst nach Stunden keine Belastung für Arm und Gelenke darstellen. Das Mittelteil des Holzes sollte sehr biegsam und elastisch sein, keinesfalls steif.

Jahreszeitlich bedingte Erfolge

Der Einsatz des Wallerholzes ist leider nicht das ganze Jahr über von Erfolg gekrönt. Wer im Winter oder im Frühjahr bei Wassertemperaturen unter 15 Grad sein Holz schallen lässt, wird die Welse eher vergrämen als diese zu fangen. Die Hochsaison des Wallerholzes startet mit dem Abschluss des Laichgeschäftes der Welse. Wenn die Wassertemperatur über längere Zeit über 20 Grad beträgt, das ist meist Juli, August und September an unseren heimischen Gewässern der Fall, schlägt die Stunde des Klopfers. Die Tageszeit hierbei spielt keine Rolle. Ich habe nachts, morgens und in der heißen Mittagssonne immer gleich gut gefangen. Ist ein Gewässer jedoch sehr klar, sollte man sich auf die dunkleren Tageszeiten beschränken.

Platzwahl

Das Finden der Fische, steht auch hier wie bei jeder anderen Angelart an erster Stelle. Im Fluss suche ich mir tiefe Löcher, das alte Flussbett, Bodenunebenheiten oder die Fahrrinne und lasse mich über diesen Spots treiben. Man kann auch an markanten Stellen den Anker werfen und längere Zeit einen Platz bearbeiten. In stehenden Gewässern sieht das ganze etwas anders aus. Hier muss Vorarbeit geleistet werden. Gezielt suche ich nach Löchern, tiefen Rinnen oder Sprungkanten. Wenn nach 5 Minuten keine Fischaktivität auf dem Echolot zu verzeichnen ist, wechsle ich den Platz.

Ein Wels steigt

Die größtmögliche Hilfe beim Finden der Welse biete dem Angler ein Echolot. Schon Geräte der mittleren Preisklasse leisten hier gute Dienste. Der Angler sieht seinen Köder auf dem Bildschirm und sieht sofort wenn sich ein Wels vom Grund erhebt. (Wels stellt sich in Form einer Sichel dar). Steigen die Welse steil nach oben und attackieren schnell den Köder, sind nur wenige Schläge mit dem Holz notwendig. In solchen Situationen klopfe ich 6-10 Mal hintereinander und warte dann 20-30 Sekunden, bis ich das Holz erneut wirken lasse. Steigen die Waller nur zögerlich und stellen sich vor den Köder ohne das es zu einem Biss kommt, klopfe ich dauerhaft durch. Etwa 50 Schläge kurz hintereinander und nur kurze Pausen überzeugen dann meist auch den vorsichtigsten Waller.

Montage und Köderwahl

Die besten Köder für eine Klopftour sind Tauwürmer und Köderfische. 10-20 Würmer auf einem Drilling der Größe 7/0-9/0 sind erste Wahl. Köderfische, dort wo erlaubt lebend, sonst tot versehe ich mit 2 Drillingen. Als Rute kommen kurze Bootsruten mit einer Länge von 2,40m, wie die Rhino Big Fish, zum Einsatz. Multirolle oder Stationärrolle Quantum Big Fish, je nach Vorliebe runden das Gerät ab. Als Hauptschnur benutze ich eine 50er geflochtene von Quantum. Das Vorfach sollte auch geflochten sein und mindestens 60-80 Kilo tragen. Blei benutze ich in Gewichten zwischen 100-200 Gr. Am besten eignen sich die Cutjableie von Quantum. Diese sind beschichtet und können mit Geruchsstoff versehen werden. Kleine Rasseln von Quantum auf dem Vorfach Reizen den Wels zusätzlich.

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 1. Juni 2007 )
 

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