Die besten Montagen und Methoden!
Die Bojenmontage
Die Merkelmontage, für stehendes und langsam fliesendes Wasser geeignet.
Eigentlich entwickelte ich diese leichte Spannmontage nur für mein Hausgewässer den Neckar. Ich suchte damals eine Montage mit deren ich an der Oberfläche, Grundnah, Gerade, Flussaufwerts und Flussabwärts fischen konnte.
Zudem sollte diese Montage ganz simpel und schnell mit dem Schlauchboot aus zu legen sein.
Also eine Montage für alles. Bisher fischte ich die Bojenmontage,d.H: große Boje, Stein herablassen, Vorboje, Clip etc...
Immer wieder war mir es Leid nach dem fischen früh Morgens oder noch in der Nacht Bojenrückstände mühselig mit dem Schlauchboot einzusammeln. Außerdem ist die Bojenmontage viel zu auffällig. Man kann schon von weitem erkennen, dass hier jemand auf Waller fischt.
Dies wollte ich natürlich auch vermeiden, das jeder meine geheimen Hot-Spot-Plätze zu sehen bekommt.
Vorteile der Merkelmontage:
1: Sie ist viel schneller und einfacher zu setzten als die herkömmliche Bojenmontage. Den Köder, Pose und Ankerstein können bereits an Land fertig montiert und ohne großen Aufwand blitz-schnell an der passenden Stelle vom Boot aus platziert werden.
2: Es spielt keine Rolle, ob ein Wels während des Drills in die Bojenschnur schwimmt, weil sie ja vom Ankerstein abreißt und mit eingeholt wird.
3: Die Montage lässt sich unsichtbar machen. Während bei wenig Spannung Bojenschnur und Angelschnur ein Winkel bilden und die kleine Boje und Pose an der Wasserobefläsche schwimmen, lassen sich Boje und Pose bei starker Spannung unter Wasser drücken, weil Angelschnur und Bojenschnur eine Gerade bilden. Die Monatge ist nicht mehr zu sehen. Somit gilt die Montage nicht als Bojenfischen und kann auch Dort eingesetzt werden wo das Bojenfischen verboten ist. Als Bissanzeige ist die Pose sowieso überflüssig, weil Bisse nicht durch die Pose, sondern durchs Schlagen der Rutenspitze angezeigt werden.
4: Man reißt diese Montage komplett ab. Und man muss nicht noch einmal, wie mit der normalen Bojenmontage mit dem Boot ausfahren, um die Reste der Montage einzusammeln.
5: Die geringe Größe der Boje und Pose. Habe ich die Erfahrung gemacht, dass Welse durch die große Boje von herkömmlich Bojen-Montagen abgeschreckt werden. Bei Vergleichsangeln habe ich auf meiner Montage mit kleinen Schwimmkörpern stets mehr Bisse bekommen.
Diese Montage besteht aus einen Ankerstein von ca. 3 Kilo Gewicht, diesen ich dann mit einer Wurstkordel verschnüre.
Eine 20cm lange 0,30mm monofilen Reißleine, diese ich an die Wurstkordel knote.
Je nach Gewässertiefen eine ca. 10-20 Meter langer Bojenschnur mit min 30 Kilo Tragkraft, diese ich mit der Reißleine verbinde.
Einen Karabiner Wirbel für die Bojenschnur, Auftriebskörper von ca.300gr.Auftrieb und nochmals ein Karabiner Wirbel den ich hinter der Angelpose befestige.
Bei einen Biss, bleibt die Boje, Bojenschnur an der Pose und der Stein bleibt durch bruch der Reißleine im Wasser zurück.
So befischt man Effektiv einen Angelplatz!
Der Sideplaner
Die Sträuchermontage für Seen und Altarme.
Das Anbinden mit einer Reißleine an Sträucher oder an Holz ist eine sehr einfache und fängige Montage .
Hierzu befestige ich eine Reißleine 0,30-0,35mm am Gegenüberliegenden Ufer an einen Ast, Baum, Sträucher...Stelle mit Hilfe der Länge der Reißleine den Abstand vom Ufer ein und knote einen Karabiner-Wirbel am Ende der Reißleine an. Danach befestige ich den Karabiner einfach hinter meiner Angelpose und spanne die Schnur über das Gewässer. ab. Am Ufer sollte die Rute möglichst steil aufgestellt werden um die Schnur über Wasser halten zu können.
Nach dem Angelansitz muss man dann die Montagen-Rückstände (Reißleine) mit Hilfe eines Messer abschneiden und Entsorgen. Damit wissen Nachfolgende Angler nicht wo man gefischt hat und als Angler sind wir ja Naturfreunde und hinterlassen keinen Müll am Gewässer.
Die normale Unterwasser Posen-Montage für stehende und fliesende Gewässern. (Kein Boot erforderlich)
Damit die Köder auftreiben benutze ich Auftriebskörper, je nach Ködergewicht und Strömungsdruck zwischen 20gr-30gr.Bei stehende Gewässern langt ein Auftrieb von 20gr.
Und bei Flüsse mit Strömung benutze ich Auftriebskörper von 30gr Tragkraft. Als Welsköder verwende ich Tauwürmer, Tintenfisch oder Tote Köder fische.
Die Montage ist sehr einfach. Sie besteht aus 150cm langes Vorfachmaterial, einen Haken, schlanken Auftriebskörpern, Reißleine, einen speziellen Dreiwege-Wirbel mit Sprengring und einen 200Gram Blei als Gewicht, das den auftreibenden Köder vom Grund her fixiert.
Der Dreiwege Wirbel wird gebraucht um keinen Schnursalat beim werfen zu bekommen. Die Reißleinen am Blei ist dazu gedacht das bei einen möglichen Hänger nur das Blei ab reißt und nicht die gesamte teurere Montage.
Als Vorfachmaterial benutze ich 1,2mm Monovorfach dieses hat mehrere Vorteile.
1: Es ist steifer als Dynema und verwickelt sich deswegen beim werfen nicht!
2: Abriebfester als Dynemavorfach.
3: Bei klaren Gewässern ist das Mono fast unsichtbar und man bekommt mehr Welsbisse.
4: Mono ist billiger als anderes Welsvorfach-Material.
Die Steinmontage
Rauschend zieht der Fluss vor meinen Füssen am Ufer vorbei. Eine starke Strömung und viel Treibgut ist das Bild, was sich meinen Augen bietet. Irgendwo in den tiefen Gumpen lauern die Waller. Doch wie kann man dort unten seine Köder anbieten, ohne dass der Strömungsdruck, der auf Schnur und Köder wirkt, alles mit sich reißt? Es ist Steinzeit.
An der Kante zur Fahrrinne aller Flüsse spielt sich einiges ab. Hier trifft man auf eine Vielzahl an Flossenträger und meistens auch auf eine starke Strömung, die ein gezieltes Angeln unmöglich scheinen lässt. Das Bleigewicht samt Köder wandert ab, bis das Blei irgendwann zwischen den Steinen am Grund hängen bleibt, was in den meisten Fällen mit dem Verlust der Montage endet. Die Strömung ist einfach zu stark, aber die Vielzahl an Fisch draußen im Fluss lockt. Besonders die Welse lieben die Kanten. Dort haben sie ein optimales Versteck und einen Ruhepunkt, von dem aus sie blitz schnell in die Futterfischschwärme stoßen können.
Steinmontage
Not macht erfinderisch und so habe ich nach vielen Versuchen die perfekte Montage für das Angeln in starker Strömung entwickelt. Zum einen war es wichtig, das der Köder an Ort und Stelle liegen
bleibt, auf der anderen Seite sollte bei einem Biss das Gewicht verloren gehen, damit der Fisch ohne Hängergefahr frei gedrillt werden kann. Der Einsatz von herkömmlichen Bleien kam somit nicht in Frage. Wer will schon mehrere Kilo Blei mit sich rumschleppen und diese dann auch noch beim Drill im Wasser verlieren, das wäre Umweltverschmutzung und würde den Geldbeutel strapazieren. Also sollten Steine als Gewicht dienen, diese findet man schließlich in allen Größen am Ufer eines jeden Flusses. Steine von circa 2-3 Kilo sind ideal und trotzen auch dem Sog vorbeifahrender Schiffe. Mit einer Wurstkurdel fixiere ich die Steine mittig, das hält sehr gut und bietet mir auch gleich einen Fixpunkt für eine 0,35mm starke Mono-Schnur, die als Sollbruchstelle dient. Die monofile Reißschnur wird circa 10cm lang gewählt und mit einen Wirbel mit der Montage verbunden. Bei einem Biss oder Hänger das Steingewicht durch Bruch der monofilen Schnur frei gibt.
Ausbringen der Montage
Beim Ausbringen der Montage gilt es einige Regeln zu beachten, damit der Köder auch dort landet wo er soll und alles verwicklungsfrei präsentier werden kann.
Am einfachsten geschieht dies zum Anfang in Teamarbeit, wenn man später geübt ist, gelingt es auch alleine sehr gut. Wichtig ist natürlich ein Boot und ein Echolot. Man nimmt die komplette beköderte Montage und Rute mit ins Boot und fährt an den Platz, wo man später seine Köder auslegen möchte. Mit dem Echolot findet man alle Hot Spots recht schnell. Ich versuche meinen Köder immer oberhalb der Kante abzulegen, so dass der Köder später verführerisch vor der Kante in der Strömung spielt. Hat man solch einen Punkt gefunden, hält der eine Angler das Boot in der Strömung und der zweite
Mann lässt den Köder ins Wasser. Wenn das beköderte Vorfach komplett im Wasser gestreckt ist, wird der Rollenbügel geöffnet und der Stein über Bord gehoben und schließlich die gesamte Montage zum Grund absinken gelassen. Beim zurück fahren an das Ufer, wird die ablaufende Schnur mit den Fingern gebremst. Am Ufer sollte die Rute möglichst steil aufgestellt werden und die Schnur hin zum Stein auf Spannung gebracht werden, so dass sich die Rutenspitze leicht verneigt. Diese Spannung ist wichtig zur Bissübertragung, Vermeidung von Schnurbögen im Wasser, Kontrolle des Köderspiels und letztendlich für den Selbsthakeffekt des beißenden Wallers.
Köderwahl und Präsentation
Bei der Köderwahl kann alles in Frage kommen, was dem Wallere schmeckt. Ich verwende hauptsächlich Köderfische. Diese Köderart ist im lebendigen wie auch im toten Zustand sehr fängig und auch in harter Strömung lange haltbar am Haken, so dass mehrere Stunden vertrauensvoll geangelt werden kann. Dem Köder kann durch Einsatz einer Unterwasserpose auf dem Vorfach zusätzlicher Auftrieb verliehen werden.
Biss und Drill
Da die Rute am Ufer steil aufgestellt wird um möglichst viel Schnur aus dem Wasser zu bekommen, erfolgt die Hauptbisserkennung über die Rutenspitze. Ein Knicklicht hilft hier in der Dunkelheit. Ich persönlich versehe die Spitze noch mit einer Glocke oder benutze Bissanzeiger, um auch ein akustisches Signal beim Anbiss zu erhalten. Der Waller-Anbiss kommt oft recht hart, so dass die Rutenspitze oft bis zum Boden heruntergerissen wird. Es ist darauf zu achten das die Angelrute besonders sicher und fest am Ufer im Rutenhalter sitzt, sonst kann sie ins Wasser gerissen werden. Die Bremse der Rolle sollte bereits am Ufer sehr fest eingestellt werden, sonst bleibt der Selbsthakeffet aus und der Waller könnte den Köder frühzeitig ausspucken.
Jeden Anbiss sollte man mit einem beherzten Anschlag quittieren, so sorgt man für einen guten Hakensitz im Wallermaul und bringt die Reißleine zwischen Stein und Montage zum Bruch, falls dies der Wels bei der Flucht nicht von selbst getan hat.
Auch bei mäßiger Strömung empfiehlt sich der Einsatz von Steinen als Grundblei. Durch das hohe Grundgewicht kann viel mehr Druck vom Ufer aufgebaut werden, als das bei Bleigewichten der Fall ist, so werden Schnurbögen vermieden und die Bissausbeute erhöht. Auch Karpfenangler können sich dieses System zu nutze machen um auf große Distanzen ihre Köder im Fluss oder See anzubieten. Hier benutze ich dann Steine mit einem Gewicht von circa 500 gr und einer circa 0,15mm starken Reißleine. In beiden Fällen hat man eine sehr umweltfreundliche und kostenlose Köderbeschwerung gewählt.
Einfache Posenmontage
Wallerangeln mit Gummifischen in Flüssen
Das Spiel mit der Strömung
Oftmals entscheidet die Führung des Gummis, (schnell oder langsam, hohe Sprünge oder kurze Sätze) über den Erfolg. Dauerhafte Rutenbewegung mit schwerem Wallergerät gehen in die Knochen und so ist langes und erfolgreiches Fischen kaum möglich. Ich persönlich lasse den Fluss entscheiden, wie mein Köder geführt wird, indem ich den Gummi an gespannter Schnur mit der Strömung abtreiben lasse. So durchwandert der Gummifisch ein großes Gebiet unter Wasser und die Chance auf einen Waller steigt. Das Prinzip ist ganz einfach und sehr fängig. Ich werfe meinen Köder stromaufwärts zur Flussmitte, hebe meine Rute steil nach oben, um möglichst viel Schnur aus dem Wasser zu bekommen und guten Köderkontakt zu behalten. Der Strömungsdruck auf der Schnur treibt den Gummiköder voran und lässt ihn in kurzen Sätzen über den Grund hoppeln. So läuft der Gummi von der Flussmitte im Halbkreis ans Ufer unterhalb des Anglers. Bei dieser Wanderung werden alle heißen Stellen im Fluß beangelt, die Kante zur Fahrrinne und die Uferkante. Saugt ein Wels den Gummi ein, hakt er sich hierbei oftmals selbst und der Angler bekommt über die stets gespannte Schnur einen brachialen Biss auf die Rute übertragen.
Platzwechsel
Nach jeweils 5 Würfen verlasse ich den Platz und gehe weitere 100m Flussabwärts. Wenn ich also 2 Stunden unterwegs bin befische so circa 1km Flussstrecke und erhöhe meine Chance auf einen Wallerkontakt enorm.
Ködergröße? Bleikopfgewicht?
Die Größe des Gummifisches ist natürlich Jahreszeit und Gewässerabhängig. Ich versuche meine Gummis immer der Hauptbeute im betreffenden Gewässer anzupassen. Sind besonders viele Rotaugen im Fluss kommen 7-10cm Shads zum Einsatz. Gehört die Brasse zu den Hauptfutterfischen benutze ich Gummis in Größe XXL. Auch am italienischen Po und den spanischen Flüssen benutze ich gerne Gummis in einer Größe von 20-25cm. Der Farbe des Gummifisches lasse ich beim Wallerfischen keine große Bedeutung zu kommen. Der Waller ist kein Augenräuber, er reagiert auf die Bewegung des Köders. Im Frühjahr benutze ich gerne kleinere Shads. Bei steigenden Wassertemperaturen steigt auch die Größe der von mir verwendeten Gummifische.
Das Gewicht des Bleikopfes ist abhängig von der Stärke der Strömung des Flusses. Ist der Bleikopf zu schwer, bleibt der Fisch am Grund hängen und wandert nicht verführerisch. Man sollte die Bleiköpfe gerade so schwer wählen, das der Gummifisch stets mit der Strömung wandert und alle paar Sekunden Grundkontakt zu spüren ist. Die Regel lautet: Um so leichter der Bleikopf, desto verführerischer die Bewegung des Shads.
Montage
Ich benutze eine recht steife 2,70m lange Spinnrute mit einer sehr robusten Rolle mit zuverlässiger Bremse als Schnur kommt eine 0,30er-0,40er Geflochtene zum Einsatz mit einer Tragkraft von ca.30 Kilo. Die Gummis befestige ich nicht direkt an der Hauptschnur sondern benutze ein Stück Mono der Stärke 1,00mm als Vorfach. Die Mono ist sehr abriebsfest und schützt die Hauptschnur vor scharfkantigen Steinen und dem Wallermaul. Das Stück Monovorfach wird über einen No-Knot Wirbel mit der Hauptschnur verbunden. So erhalte ich kaum Tragkraftverlust.

Das Wallerholzfischen
Für viele Angler ist das Wallerholz heute immer noch ein sagenumwobenes Instrument aus den Ostblockländern. Kaum einer, der nicht schon selbst bei Meister Waller angeklopft hat, vertraut dessen Wirkung und Fängigkeit. In den Anfangsjahren der Welsfischerei in Spanien und Italien wurde ausschließlich das Wallerholz als Fangwerkzeug eingesetzt. Die Fische konnten recht schnell lokalisiert werden und attackierten angriffslustig jeden Köder, den der Wallerangler unter dem Boot angeboten hatte. Im Laufe der Jahre haben sich die Welse an den immer stärker werdenden Angeldruck gewöhnt und sind vorsichtiger geworden. Viele Angler haben das Wallerholz aus ihrem Gerätekasten verbannt und widmeten sich den ertragreicheren Methoden, wie dem Ansitzangeln. In Deutschland und dem benachbarten Ausland wird das Wallerholz kaum eingesetzt, obwohl es sogar mit totem Köderfisch und Tauwurmbündel jeden beißfaulen Waller an den Haken bringt.
Art und Funktion des Wallerholzes und unterschiedliche Tonfolge
Mit Hilfe des Wallerholzes kann man in jedem Gewässer, in dem ein Wallerbestand existiert, oder vermutet wird, innerhalb kürzester Zeit Kontakt mit den großen Räubern bekommen. Beim gekonnten Eintauchen des Holzes ins Wasser, gehen starke Druckwellen Richtung Gewässergrund. Diese nimmt der Waller über seine Seitenlinie und das Webersche Organ war und beginnt sofort aktiv in unmittelbarer Nähe der Druckwellen nach deren Herkunft zu suchen. Jedoch verspürt der aufsteigende Wels in diesem Moment kein Hungergefühl, sondern will nur den Verursacher der Druckwellen verjagen, indem er ihn angreift. Diesen kurzen Moment, in dem der Wels den Köder ansaugt um ihn kurz darauf wieder auszuspucken, muss der Angler mit einem harten durchdringenden Anschlag beantworten.
Warum reagiert der Wels auf die Druckwellen des Holzes?
Druckwellen unter Wasser werden ohne Einsatz des Holzes von allen möglichen Dingen erzeugt, wie zum Beispiel Fischen, Steinen und anderen Hindernissen im Wasser. Der Waller orientiert sich hauptsächlich an diesen Reizen bei der Nahrungssuche in seinem Revier. Ich bin mir sicher, dass die erzeugten Druckwellen des Wallerholzes, einen fremden Wels im eigenen Revier imitieren, und der Revierhalter aufsteigt um den Eindringling durch Verbiss zu vertreiben.
Art des Holzes
Das wichtigste bei dieser spannenden Angelmethode ist natürlich das Wallerholz. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Modelle, doch leider eignen sich die Meisten bestenfalls als Suppenlöffel. Grundsätzlich gibt es 2 wichtige Merkmale die beim Kauf oder der eigenen Herstellung beachtet werden müssen.
1.Die Größe und Form des Kopfes mit dem man ins Wasser eintaucht und den Druck erzeugt, ist ein wichtiges Merkmal. Große Köpfe in ovaler oder abgekugelter Form sind für tiefes Wasser (10m und tiefer) geeignet, da hier stärkere Druckwellen erzeugt werden müssen. Für unsere durchschnittlich tiefen Hausgewässer (5-10m Tiefe) eignen sich Hölzer mit kleineren Köpfen circa in der Größe eines 5 Mark Stücks. Auch Anfänger tun sich mit diesen kleineren Ausführungen etwas leichter, da die Wasserverdrängung beim Eintauchen des Kopfes geringer ist. Geübte Klopfer können auch mit kleinen Hölzern, indem sie mit der Eintauchgeschwindigkeit und –tiefe variieren, unterschiedliche Druckstärken erzeugen.
2.das Holz darf nicht schwer sein und muss dem Angler gut in der hand liegen. Klopfen darf selbst nach Stunden keine Belastung für Arm und Gelenke darstellen. Das Mittelteil des Holzes sollte sehr biegsam und elastisch sein, keinesfalls steif.
Jahreszeitlich bedingte Erfolge
Der Einsatz des Wallerholzes ist leider nicht das ganze Jahr über von Erfolg gekrönt. Wer im Winter oder im Frühjahr bei Wassertemperaturen unter 15 Grad sein Holz schallen lässt, wird die Welse eher vergrämen als diese zu fangen. Die Hochsaison des Wallerholzes startet mit dem Abschluss des Laichgeschäftes der Welse. Wenn die Wassertemperatur über längere Zeit über 20 Grad beträgt, das ist meist Juli, August und September an unseren heimischen Gewässern der Fall, schlägt die Stunde des Klopfers. Die Tageszeit hierbei spielt keine Rolle. Ich habe nachts,
morgens und in der heißen Mittagssonne immer gleich gut gefangen. Ist ein Gewässer jedoch sehr klar, sollte man sich auf die dunkleren Tageszeiten beschränken.
Platzwahl
Das Finden der Fische, steht auch hier wie bei jeder anderen Angelart an erster Stelle. Im Fluss suche ich mir tiefe Löcher, das alte Flussbett, Bodenunebenheiten oder die Fahrrinne und lasse mich über diesen Spots treiben. Man kann auch an markanten Stellen den Anker werfen und längere Zeit einen Platz bearbeiten. In stehenden Gewässern sieht das ganze etwas anders aus. Hier muss Vorarbeit geleistet werden. Gezielt suche ich nach Löchern, tiefen Rinnen oder Sprungkanten. Wenn nach 5 Minuten keine Fischaktivität auf dem Echolot zu verzeichnen ist, wechsle ich den Platz.
Ein Wels steigt
Die größtmögliche Hilfe beim Finden der Welse biete dem Angler ein Echolot. Schon Geräte der mittleren Preisklasse leisten hier gute Dienste. Der Angler sieht seinen Köder auf dem Bildschirm und sieht sofort wenn sich ein Wels vom Grund erhebt. (Wels stellt sich in Form einer Sichel dar). Steigen die Welse steil nach oben und attackieren schnell den Köder, sind nur wenige Schläge mit dem Holz notwendig. In solchen Situationen klopfe ich 6-10 Mal hintereinander und warte dann 20-30 Sekunden, bis ich das Holz erneut wirken lasse. Steigen die Waller nur zögerlich und stellen sich vor den Köder ohne das es zu einem Biss kommt, klopfe ich dauerhaft durch. Etwa 5 Schläge kurz hintereinander und nur kurze Pausen überzeugen dann meist auch den vorsichtigsten Waller.
Montage und Köderwahl
Die besten Köder für eine Klopftour sind Tauwürmer und Köderfische. 10-20 Würmer auf einem Drilling der Größe 7/0-9/0 sind erste Wahl. Köderfische, dort wo erlaubt lebend, sonst tot versehe ich mit 2 Drillingen. Als Rute kommen kurze Bootsruten zum Einsatz. Multirolle oder Stationärrolle, je nach Vorliebe runden das Gerät ab.











Montagen & Methoden





















